|
|
![]() Als SAALBAU-Mitarbeiter im Sommer letzten Jahres in der Zeitung lasen, dass Michael Schacht, Spiele-Erfinder aus Frankfurt, genauer gesagt, aus dem Grüneburgweg, Gewinner des Titels „Spiel des Jahres 2007“ geworden war, kam ihnen die Idee: Zum 150jährigen Jubiläum der SAALBAU in 2009 wollten sie den Autor fragen, ob er nicht ein Spiel erfinden könne, in dem die Geschichte der Frankfurter Institution ein Thema sein würde. Gesagt, getan. – Jetzt liegt das Ergebnis vor: Am Mittwoch, dem 4. Februar 2009, wird auf der Neuheiten-Schau der Spielwarenmesse Nürnberg das Spiel „Bürger, Baumeister & Co.“ vorgestellt, das gerade im Verlag Abacus Spiele erschienen ist. Und: Eine der historischen Spielfiguren gibt es „in echt“ bei der SAALBAU…. ![]() Ein Spiel für 2-4 Personen, ab 8 Jahren >>> Fotomaterial zum Download Nachdem die großen Städte Europas Ihre Befestigungsanlagen abgerissen hatten, setzte im 19. Jahrhundert ein großer Bauboom ein. Parkanlagen, Villenviertel und wirtschaftliche Ansiedlungen entstanden rund um den mittelalterlichen Stadtkern.
zu seinen Spielen an. Wir danken dem Historischen Museum Frankfurt am Main für die Unterstützung und Bereitstellung der folgenden Grafiken:Malerischer Plan von Frankfurt am Main und seiner nächsten Umgebung. Nach der Natur aufgenommen und auf geometrischer Basis in Vogelschau gezeichnet von Friedr. Wilh. Delkeskamp. Friedrich Wilhelm Delkeskamp (1794-1872), Frankfurt am Main, 1864, kolorierter Stahlstich, 90 x 157 cm, Historisches Museum Frankfurt, C 31076-79 Carl Morgenstern, (1811-1893), Frankfurt am Main, 1850, Stadtansicht von Frankfurt am Main, Blick aus SW, Reproduktion nach dem Ölgemälde Verändert nach Vorlage vom Historisches Museum Frankfurt am Main, Foto: Horst Ziegenfusz
Typisch für den „Saalbau“ waren seine auf unterschiedlichste Nutzungen ausgelegten Räume: Neben einem großen Saal gehörten dazu Restaurationsräume, Billardzimmer, Bibliotheken, Gesellschaftsräume und gelegentlich auch Geschäftsräume. Saalbauten, die im 19. Jahrhundert gebaut wurden, waren beispielsweise die Concordia in Hamburg, die Stadthalle in Krefeld, die Museumsgesellschaft Stuttgart oder der Saalbau in Heilbronn. Ein bereits 1828 für Berlin vorgeschlagenes Gesellschaftshaus wurde von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen als „zu demokratisch“ abgewehrt. In Frankfurt am Main trat am 12. Januar 1859 das „Provisorische Comité zur Bildung einer Saalbau-Actiengesellschaft“ mit einer Presseerklärung an die Öffentlichkeit, worin es hieß: „Diese Gesellschaft hat den Zweck ..., ein Gebäude mit einem großen Fest- und Concertsaale samt den hierzu gehörigen Localitäten zu errichten, und diese Räume für Concerte, Bälle, Ausstellungen u.s.w. zu vermiethen.“ Der erste Frankfurter Saalbau, der daraufhin erbaut wurde, war Festsaal, Theaterhaus und Kulturstätte für die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger. Bei den schweren Luftangriffen in den Kriegsjahren 1943 und 1944 wurde die Frankfurter Altstadt weitgehend zerstört, darunter etwa 50 Prozent der rund 176.000 Frankfurter Wohnungen, viele öffentliche Gebäude und auch der Saalbau in der Junghofstraße. Bis in die 90er Jahre hinein wurden in nahezu allen Frankfurter Stadtteilen neue Saalbauten, die sogenannten Bürgergemeinschaftshäuser, eröffnet und erbaut. Heute besuchen nahezu zwei Millionen Bürger jährlich die 25 Saalbauten der bundesweit einmaligen Institution SAALBAU GmbH in Frankfurt am Main, die sich das Motto „Wir machen Begegnungen möglich!“ auf die Fahne geschrieben hat. >>> Fotomaterial zum Download |