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Bürger, Baumeister & Co.
Das SAALBAU-Spiel zum Jubiläum
Als SAALBAU-Mitarbeiter im Sommer letzten Jahres in der Zeitung lasen, dass Michael Schacht, Spiele-Erfinder aus Frankfurt, genauer gesagt, aus dem Grüneburgweg, Gewinner des Titels „Spiel des Jahres 2007“ geworden war, kam ihnen die Idee:  Zum 150jährigen Jubiläum der SAALBAU in 2009 wollten sie den Autor fragen, ob er nicht ein Spiel erfinden könne, in dem die Geschichte der Frankfurter Institution ein Thema sein würde. Gesagt, getan.

– Jetzt liegt das Ergebnis vor: Am Mittwoch, dem 4. Februar 2009, wird auf der Neuheiten-Schau der Spielwarenmesse Nürnberg das Spiel „Bürger, Baumeister & Co.“ vorgestellt, das gerade im Verlag Abacus Spiele erschienen ist.

Und: Eine der historischen Spielfiguren gibt es „in echt“ bei der SAALBAU….

 

Bürger, Baumeister & Co.

Ein Spiel für 2-4 Personen, ab 8 Jahren
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Nachdem die großen Städte Europas Ihre Befestigungsanlagen abgerissen hatten, setzte im 19. Jahrhundert ein großer Bauboom ein. Parkanlagen, Villenviertel und wirtschaftliche Ansiedlungen entstanden rund um den mittelalterlichen Stadtkern.  


In dieser sogenannten Gründerzeit übernahm das Bürgertum die kulturelle Führung und legte den Grundstein für viele Museen, Stiftungen und Institutionen, von denen viele noch heute bestehen.
Die Spieler übernehmen die Rolle der Bürger in jener Zeit. Sie versuchen Frankfurt am Main durch kleine und große Bauprojekte zu einem kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum zu machen. Der Spieler, der dabei die meisten Ruhmespunkte sammeln kann, gewinnt.


Frisch ausgepackt: SAALBAU-Geschäftsführer Dr. Andreas Eichstaedt, Spielentwickler Michael Schacht und SAALBAU-Auszubildende Sina Roth testen das Jubiläumsspiel.

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Der Autor: Michael Schacht

Der passionierte Radfahrer, Musikfreund und hauptberufliche Spieleautor lebt in Frankfurt am Main. Bei über hundert Veröffentlichungen, zählt der Gewinn des Spiel des Jahres 2007 (Zooloretto) zu seinen größten Erfolgen. Mit einfachen Mitteln versucht er ein hohes Maß an Spaß und Spannung zu erreichen. Selten endet die Arbeit für ihn mit der Veröffentlichung. Vielmehr bietet er unter http://www.michaelschacht.net/ regelmäßig Zusätze und Erweiterungen

zu seinen Spielen an.


 Wir danken dem Historischen Museum Frankfurt am Main für die Unterstützung und Bereitstellung der folgenden Grafiken:Malerischer Plan von Frankfurt am Main und seiner nächsten Umgebung. Nach der Natur aufgenommen und auf geometrischer Basis in Vogelschau gezeichnet von Friedr. Wilh. Delkeskamp. Friedrich Wilhelm Delkeskamp (1794-1872), Frankfurt am Main, 1864, kolorierter Stahlstich, 90 x 157 cm, Historisches Museum Frankfurt, C 31076-79

Carl Morgenstern, (1811-1893), Frankfurt am Main, 1850, Stadtansicht von Frankfurt am Main, Blick aus SW, Reproduktion nach dem Ölgemälde Verändert nach Vorlage vom Historisches Museum Frankfurt am Main, Foto: Horst Ziegenfusz


Spielplan
 


1859-2009: 150 Jahre Saalbauten in Frankfurt am Main

Saalbauten sind eine architekturhistorische Erscheinung, die bereits den selbstbewussten Bürgerschaften mittelalterlicher Städte als Gebäude für Zusammenkünfte dienten. Mit zunehmendem wirtschaftlichen Erfolg der bürgerlichen Schicht im 19. Jahrhundert und dem damit wachsenden kulturellen und politischen Selbstvertrauen entstand in vielen Städten das Bedürfnis nach einem repräsentativen Ort für kulturelle, politische und gesellschaftliche Zusammenkünfte. 

Typisch für den „Saalbau“ waren seine auf unterschiedlichste Nutzungen ausgelegten Räume: Neben einem großen Saal gehörten dazu Restaurationsräume, Billardzimmer, Bibliotheken, Gesellschaftsräume und gelegentlich auch Geschäftsräume. Saalbauten, die im 19. Jahrhundert gebaut wurden, waren beispielsweise die Concordia in Hamburg, die Stadthalle in Krefeld, die Museumsgesellschaft Stuttgart oder der Saalbau in Heilbronn. Ein bereits 1828 für Berlin vorgeschlagenes Gesellschaftshaus wurde von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen als „zu demokratisch“ abgewehrt.

In Frankfurt am Main trat am 12. Januar 1859 das „Provisorische Comité zur Bildung einer Saalbau-Actiengesellschaft“ mit einer Presseerklärung an die Öffentlichkeit, worin es hieß: „Diese Gesellschaft hat den Zweck ..., ein Gebäude mit einem großen Fest- und Concertsaale samt den hierzu gehörigen Localitäten zu errichten, und diese Räume für Concerte, Bälle, Ausstellungen u.s.w. zu vermiethen.“ Der erste Frankfurter Saalbau, der daraufhin erbaut wurde, war Festsaal, Theaterhaus und Kulturstätte für die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger. Bei den schweren Luftangriffen in den Kriegsjahren 1943 und 1944 wurde die Frankfurter Altstadt weitgehend zerstört, darunter etwa 50 Prozent der rund 176.000 Frankfurter Wohnungen, viele öffentliche Gebäude und auch der Saalbau in der Junghofstraße.

Bis in die 90er Jahre hinein wurden in nahezu allen Frankfurter Stadtteilen neue Saalbauten, die sogenannten Bürgergemeinschaftshäuser, eröffnet und erbaut. Heute besuchen nahezu zwei Millionen Bürger jährlich die 25 Saalbauten der bundesweit einmaligen Institution SAALBAU GmbH in Frankfurt am Main, die sich das Motto „Wir machen Begegnungen möglich!“ auf die Fahne geschrieben hat.

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