| Dauerinstallation zum Auschwitz-Prozess im Bürgerhaus SAALBAU Gallus |
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Im heutigen Bürgerhaus SAALBAU Gallus hat von April 1964 bis August 1965 der „Frankfurter Auschwitz-Prozess“ stattgefunden. Das Haus wurde zur Bühne für die „Selbstaufklärung der deutschen Gesellschaft in den Bahnen des Rechts“, wie der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer den Prozess verstand. Bei der umfangreichen Sanierung des Gebäudes in 2007 hat die SAALBAU GmbH im Haus eine Dauerinstallation zur Erinnerung an dieses herausragende historische Ereignis eingerichtet.
Im Haus in der Frankenallee 111 bietet sich jetzt für Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, einen Zugang zur Geschichte der Verbrechen des nationalsozialistischen Deutschland und zu ihrer juristischen Aufarbeitung zu nutzen, der mitten im heutigen Alltag liegt. Im Foyer des Saalbau Gallus können Aussagen von Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz angehört werden, die im damaligen Auschwitz-Prozess als Zeugen vernommen worden sind. Eine Medienstation bietet darüber hinaus die Möglichkeit zu Recherchen. So sind die Stimmen der Zeugen an diesem Ort präsent, an dem die bundesdeutsche Nachkriegsgesellschaft das erste Mal unter den Augen der nationalen und internationalen Medien mit den Verbrechen des Holocaust konfrontiert wurde.
Das Fritz Bauer Institut bietet einen Studientag zum Auschwitz-Prozess an. Terminabsprachen und inhaltliche Abstimmung sind beim Fritz Bauer Institut möglich. Eine Einschränkung ist aus pädagogischer Sicht zu machen: Die Installation im Saalbau Gallus eignet sich nicht als „Lernort“ wie ihn zum Beispiel eine historische Ausstellung bietet. Ein Besuch mit einer vollständigen Lerngruppe ohne gründliche Vorbereitung und methodische Konzeption ist nicht zu empfehlen. Termine für eine Besichtigung können Sie mit dem Hausteam im Saalbau Gallus unter Tel. (0 69) 73 30 26 gern absprechen. |