|
Das Geschäftsjahr 2009 endet 150 Jahre nach Firmengründung vor Verlustausgleich mit einem Verlust in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro. Damit hat sich das Ergebnis um rund 1,1 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die oben genannte Ergebnisverbesserung zum Vorjahr ist auf Sondereffekte wie die Auflösung von Rückstellungen aufgrund nicht in Anspruch genommener Altersteilzeitmöglichkeit (1,2 Millionen Euro), von Instandhaltungsrückstellungen (0,5 Millionen Euro) sowie der zusätzlichen Geltendmachung von Mietzuschüssen gegenüber der Stadt Frankfurt am Main (0,7 Millionen Euro) zurückzuführen.
Bedingt durch die wirtschaftliche Situation ist es im Privat- und Firmenkundengeschäft zu einem Rückgang der Mieteinnahmen von etwa 160.000 Euro (4 Prozent) gekommen. Die Mieteinnahmen im Pächterbereich und bei den Festvermietungen sind – bereinigt um die Umlagen - stabil. Insgesamt sind die Umsatzerlöse im Jahresvergleich um 220.000 Euro (0,8 Prozent) gestiegen, bedingt durch Mehrvermietungen im Vereinsbereich. Die Materialaufwendungen und bezogenen Leistungen liegen 430.000 Euro über dem Vorjahreswert. Neben Veränderungen bei den verbrauchsabhängigen Positionen ergibt sich die Abweichung fast vollständig aus Raumanmietungen und zwar speziell im SAALBAU Titus-Forum aufgrund des Vergleichs mit der KG Nordtrakt im Jahr 2008.
Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um rund 2,8 Millionen Euro gesunken. Grund hierfür ist zum Einen die Ausweitung der Altersteilzeitregelung, die im Vorjahr zu einer zusätzlichen Rückstellung für Altersteilzeit in Höhe von 1,9 Millionen Euro führte, und zum Anderen das Ausscheiden von Mitarbeitern und der Übergang von Personal zur ABG FRANKFURT HOLDING Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mbH sowie die Entscheidung von Mitarbeitern, nicht mehr von der Altersteilzeitregelung Gebrauch zu machen.
Die Abweichung im sonstigen betrieblichen Aufwand in Höhe von rund 2,1 Millionen Euro entsteht fast komplett durch höhere Rückstellungen im Bereich der baulichen Instandhaltung. Ansonsten fällt nur ein Anstieg der Konzernumlage und der durch den Konzern vorgenommenen Bau- und Ingenieurleistungen von insgesamt 400.000 Euro ins Gewicht. Die Steigerung hier ist vor allem auf die bauliche Betreuung der Gesellschaft durch die ABG FRANKFURT HOLDING Wohnungsbau- und Beteiligungsgesellschaft mbH seit dem Herbst 2009 zurückzuführen. Des Weiteren führten die planmäßigen Tilgungen im Verlauf der Annuitätendarlehen zu einem Rückgang der Hypothekenzinsen.
Im Bau- und Instandhaltungsbereich wurden in 2009 teilweise unter Verwendung von Mitteln aus dem Konjunkturpaket II. folgende Maßnahmen vorgenommen, deren Fertig-stellung zum Teil in 2010 erwartet wird:
• Sanierung Altes Rathaus Fechenheim • Sanierung SAALBAU Stadthalle Zeilsheim • Sanierung und Umbau des Bürgertreffs Westhausen zur Unterbringung einer Krabbelstube / Kindertagesstätte • Außenfassade SAALBAU Nieder-Erlenbach
Chancen Durch die vorgesehene Erhöhung der Zuschüsse an Vereine für Raumanmietungen und der daraus resultierenden Erhöhung der Umsatzerlöse um 1,1 Millionen Euro stehen der SAALBAU künftig zusätzliche Mittel für die bauliche Instandsetzung der Saalbauten zur Verfügung. Dies wird die Wettbewerbs-fähigkeit der Gesellschaft und die Attraktivität der Bürgergemeinschaftseinrichtungen erhöhen. Der in Zukunft als Kindertagesstätte und Krabbelstube genutzte Bürgertreff in Westhausen wird ebenfalls einer Ergebnisverbesserung zuträglich sein. Des Weiteren sollen innerhalb des Konzerns weitere Synergie-effekte gehoben werden, die die finanzielle Lage der Gesellschaft verbessern sollen. Sowohl aus dem 2008 geschlossenen Vergleich mit der KG Nordtrakt als auch aus der durch den Geschäftsführer im Rahmen einer Vertragsverlängerung verhandelten Mietpreissenkung für den Titusthermen-Komplex ergeben sich eine Reduzierung von Miet- und Mietnebenkosten für die SAALBAU GmbH und für den Konzern Stadt Frankfurt.
Risiken Die Gesellschaft ist auch weiterhin auf Zahlungen zum Verlustausgleich angewiesen. Eine weiteres Risiko sind die in Zukunft noch anstehenden Sonderbaukontrollen mit den sich daraus ergebenden Brandschutzauflagen. Hierfür wurden in den Vorjahren Rückstellungen in voraussichtlich angemessener Höhe gebildet.
Frankfurt am Main, den 24. März 2010 Der Geschäftsführer
Entwicklung des Darlehenschuldenstandes

Entwicklung des Betriebsmittelkredites durch die Stadt Frankfurt am Main und der Zuschussentwicklung für Vereinsanmietungen

Alle Werte in Mio. EURO / * in 2007 Darlehen der ABG FRANKFURT HOLDING mbH
Zuschussgestaltung im Geschäftsjahr 2008

|