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Frankfurt. SAALBAU-Geschäftsführer Dr. Andreas Eichstaedt und Aufsichtsratvorsitzender Stadtrat Dr. Hans-Bernhard Nordhoff haben am 13. Juli 2005 den Geschäftsbericht der SAALBAU GmbH vorgestellt...
Trotz eher düsterer gesamtwirtschaftlicher Umgebung hat sich die SAALBAU GmbH weiterhin positiv entwickelt. Dies ist deshalb besonders erfreulich, weil ich es mit Blick auf die letzten zehn Jahre sagen kann. Es handelt sich bei dieser Entwicklung also nicht um einen kurzatmigen Zufallserfolg.
In den Jahren von 1994 bis 2004 haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SAALBAU GmbH Großes geleistet: Kommerzielle und private Mieteinnahmen haben wir in diesen Jahren verdreifacht, ohne dabei insgesamt die Zahl der Vereinsanmietungen zu verringern.
Das Verhältnis der Einnahmen durch Vermietung an Vereine zu den Einnahmen, die durch unser übriges Geschäft erzielt wurden, hält sich mittlerweile beinahe die Waage: Im Vereinsbereich erzielten wir in 2004 9,9 Mio. Euro, mit den übrigen Anmietungen aus unserem neueren Geschäftsfeld erwirtschafteten wir 9,5 Mio. Euro Einnahmen. Wir sprechen also nicht mehr von Stand- und Spielbein, denn unsere Umsätze aus beiden Bereichen stehen mittlerweile auf zwei gleich starken Beinen.
Die Verschuldung unserer Gesellschaft haben wir in diesem Zeitraum von 150 Mio. auf 66 Mio. Euro mehr als halbiert und die jährlichen Zinszahlungen an Kreditinstitute von 10,2 Mio. auf 3,6 Mio. Euro p.a. auf fast ein Drittel zurückgeführt. Unser Personal haben wir von 300 auf 162 Mitarbeiter auf fast die Hälfte reduziert. Das Tarifrecht konnten wir zudem vom bisherigen HGTAV zum günstigeren BAT transformieren.
Dies alles wurde möglich durch die Einsicht aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Unternehmens, dass wir uns vor allem durch eigene Kraft und Selbstbeschränkung helfen müssen. Nur dann haben wir auch Anspruch auf die für die SAALBAU GmbH lebenswichtige Unterstützung durch unsere Gesellschafterin, die Stadt Frankfurt am Main.
Mein Dank gilt also an dieser Stelle zuerst den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit weniger Personal und geringeren Lohnzuwächsen weiterhin die Kundenzufriedenheit hochhalten und in vielen Bereichen sogar gesteigert haben, und natürlich auch unserem Betriebsrat, der bei allem auch und besonders das Wohl der Firma sieht.
Meinen Dank spreche ich aber auch der Stadt Frankfurt am Main aus, die diese erfolgreichen Anstrengungen mit der Entscheidung belohnt hat, die SAALBAU GmbH selbständig zu belassen.
Auch dies ist für uns alle Ansporn, den eingeschlagenen Kurs weiter zu verfolgen.
Frankfurt am Main im Juni 2005
JAHRESERGEBNIS 2004 UND DIE WIRTSCHAFTLICHEN AUSWIRKUNGEN
Der Jahresverlust 2004 hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,71 Mio. Euro auf 7,50 Mio. Euro vermindert. Zudem liegt das Ergebnis deutlich unter dem Planansatz von ./. 10,03 Mio. Euro. Gründe hierfür sind in der Hauptsache gegenüber dem Vorjahr um 0,49 Mio. Euro gesenkte Personalkosten, niedrigere Abschreibungen von 0,30 Mio. Euro, niedrigere sonstige betriebliche Aufwendungen von 0,39 Mio. Euro sowie ein verbessertes Zinsergebnis von 0,33 Mio. Euro. Die Besucherzahlen haben sich gegenüber dem Vorjahr von 1.762.093 auf 1.779.198 positiv entwickelt. Der Verlust 2004 von 7,50 Mio. Euro ist – ohne Berücksichtigung des durch Sondereffekte geprägten Jahresergebnisses 2000 – das beste Ergebnis der Gesellschaft seit 1995. Für das operative Geschäft 2005 wird eine Verbesserung erwartet.
Die Entwicklung der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert; neben den oben geschilderten Verbesserungen hat die Stadt Frankfurt am Main, die den Betriebsmittelkredit von 2002 auf 2003 von 10,7 Mio. Euro auf 5,94 Mio. Euro herabgesetzt hatte, im Jahre 2004 wieder Betriebsmittelkredite in Höhe von 9,74 Mio. Euro ausgezahlt. Dadurch mindert sich der Verlustvortrag, der im Jahr 2002 durch die geschilderte Unterdeckung auf 3,87 Mio. Euro gestiegen war, um 2,3 Mio. Euro auf 1,56 Mio. Euro.
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